Scheitholz

Scheitholzkessel nach dem Holzvergaserprinzip eignen sich nur bedingt zur alleinigen Gebäudebeheizung. Bei hohem Wärmebedarf (an kalten Wintertagen) ist es notwendig den Kessel bis zu zweimal pro Tag zu bestücken, wenn man komplett auf alternative Wärmeerzeugung verzichten möchte. Da jedoch die Möglichkeit das die Hausbewohner beispielsweise im Winterurlaub sind oder sich vielleicht sogar im Krankenhaus befinden ist hier zur Versorgungssicherheit und zum Schutz vor Frostschäden immer ein zusätzlicher Wärmeerzeuger empfehlenswert.

Beispielsweise gibt es Kompaktgeräte in denen sowohl Scheitholz, als auch  Holzpellets verbrannt werden können. Der Name „Holzvergaserkessel“ kommt durch die Verbrennungsvorgänge. Das Holz wird mittels Anzünder auf Ausgasungstemperatur gebracht. Im oberen Bereich des Kessels wird das Holz getrocknet und „vorverbrannt“ (Pyrolyse), der freiwerdende Gas wird mittels Saugzugventilator nach unten in den Kessel gezogen, wo es zur eigentlichen Verbrennung kommt. Hier entstehen Temperaturen von bis zu 1.400°C. Die Kosten je Kilowattstunde variieren hier sehr stark, je nachdem ob das Holz selbst im Hauberg geschlagen wird oder vom Händler bezogen wird.

Damit man nicht über den Tag durchgehend „nachlegen“ muss, ist es erforderlich einen Pufferspeicher zu montieren. In ihm wird die Wärme aus dem Kessel gespeichert und nach Bedarf für das Haus und das warem Wasser entnommen.

Zudem empfiehlt es sich eine Solaranlage zu installieren, da das regelmäßige Anfeuern des Holzkessels im Sommer hierdurch entfallen kann.

  • Als Faustformel gilt zunächst 2,5-3 Kilogramm Scheitholz ersetzen 1Kilogramm Heizöl (leicht) (Heizöl leicht, Wikipedia)
  • Der Bezugspreis vom Händler liegt bei circa 3€cent/Kilowattstunde.
  • Der Bezugspreis beim Heizöl liegt bei 6,5€cent/Kilowattstunde.
  • Derzeit wird der Einbau eines Scheitholzkessels von der BAFA im Zuge der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) gefördert.